Otranto

Urlaub in Otranto

Otranto liegt auf der Halbinsel Salento in der süditalienischen Region Apulien. Sie gab der Meerenge, welche die Adria und das Ionische Meer als Teile des Mittelmeeres miteinander verbindet, ihren Namen. Auf der albanischen Seite der Meerenge liegt die Stadt Vlora. Otranto fasziniert vor allem durch seine historische Altstadt, die von einer gewaltigen Mauer geschützt wird. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Region. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören außerdem das Castello Aragonese, mehrere sehr schöne Kirchen, wie die Basilica Minor Santa Annunziata, und der Hafen. In und um Otranto gibt es außerdem einige schöne Badestrände.

Der Hafen von Otranto dient als Fracht- und Fischereihafen, zugleich wächst seine Bedeutung als Freizeithafen für Segelyachten und Motorboote.

Freizeitaktivitäten in Otranto

Sommerurlauber möchten in Otranto an den sauberen Stränden des Mittelmeeres baden. Neben den nahe am Stadtkern gelegenen Stränden zählt der acht Kilometer außerhalb befindliche Strand Porto Badisco zu den schönsten Badeplätzen der Stadt. Dieser Strand ist ein weitgehend naturbelassener Kieselstrand mit einer hervorragenden Wasserqualität.

Otranto
Die Uferstraße im Stadtkern wird jeden Samstagnachmittag für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt, so dass Einwohner der Stadt und ihre Gäste in Ruhe am Meer entlang flanieren können. Das größte Fest feiert die Gemeinde im August, wenn an die Märtyrer gedacht wird, welche sich den türkischen Besatzern nicht ergaben. Sie verweigerten den Übertritt zum Islam und wurden enthauptet. Neben religiösen Elementen bieten die Feiertage ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Konzerten, Verkaufsständen und einem großen Feuerwerk.

Sehenswürdigkeiten in Otranto

Die mittelalterliche Stadtmauer Otrantos konnte mit ihren Türmen erhalten werden. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Otranto ist jedoch die Kathedrale Santa Annunziata. Die Bodenmosaike der Kathedrale sind in seinem sehr guten Zustand erhalten und erzählen mehr als siebenhundert Geschichten. Der einheimische Mönch Pantaleone vereinigte im zwölften Jahrhundert altgriechische und nordische Mythen mit den Aussagen biblischer Geschichten und schuf auf diese Weise ein einzigartiges Bodenmosaik. In der Kathedrale besonders geehrt werden die Gebeine der Männer, welche 1480 enthauptet wurden, da sie den Übertritt zum Islam verweigerten. Der Legende nach verwesten ihre Körper nicht, so dass sie nach der Rückeroberung der Stadt durch die Christen begraben werden konnten.

Die Kirche Madonna dell’Altomare steht auf einem Felsen oberhalb der See. Alle Bilder und weiteren Gegenstände innerhalb der Kirche haben das Meer zum Thema, selbst die Beleuchtungskörper erinnern mit ihrer Form an Meerestiere. Das Kastell von Otranto wurde unter aragonesischer Herrschaft während der Jahre 1485 bis 1495 errichtet und diente dem Schutz vor einer erneuten Eroberung der Stadt durch die Türken. Als Natursehenswürdigkeit ist neben dem Meer der Laghetto di Bauxite (kleiner Bauxit-See) zu nennen. Der See bildete sich nach der Aufgabe des Bauxit-Abbaus in einem ehemaligen Steinbruch und wurde Heimat seltener Sumpfpflanzen.

Anreise

Eine Anreise mit der Bahn erfolgt über Lecce. Otranto ist Endbahnhof der von dort verkehrenden Regionalbahnlinie.

Ausflugsziele rund um Otranto

Die in der Nähe von Otranto befindlichen Grotten Valle delle Memorie wurden früher durch Mönche bewohnt, welche dort ein zurückgezogenes und bescheidenes Leben verbrachten. Die schönste Tropfsteinhöhle der Umgebung ist die Grotta Zinzulusa.

Bei Urlaubern ist steht außerdem ein Tagesausflug in die Provinzhauptstadt Lecce hoch im Kurs. Auch dort ist die Kathedrale die interessanteste Sehenswürdigkeit. Außerhalb des Stadtzentrums von Lecce befinden sich gut erhaltene Reste eines römischen Amphitheaters.

Gallipoli und Brindisi zählen ebenfalls zu den beliebten Ausflugszielen in der Nähe.

 

Foto:

O.-Hafen, Alexander van Loon from Rotterdam, The Netherlands, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
O.-Beachfront, fiammingo, Pixabay