Pisticci

Urlaub in Pisticci

Die 16.800 Einwohner zählende Gemeinde Pisticci liegt in der Region Basilikata (Basilicata) unweit von Matera. Zu ihr gehören die Ortsteile Tinchi und Marconia. Während der Ortskern ungefähr 20 Minuten von der Küste entfernt im Hinterland liegt, befindet sich der Badestrand von Marina di Pisticci am Ionischen Meer, einem Teil des Mittelmeeres. Im Sommer verwandelt sich der kleine Ort in ein Paradies für Badeurlauber. Dann herrscht am feinen Sandstrand ein reges Treiben von Sonnenhungrigen und Badefans. Dennoch ist der Küste nicht überlaufen und daher ein guter Tipp für alle, die es am Strand etwas ruhiger mögen.

Die erste Besiedlung Pisticcis lässt sich bereits für das zehnte vorchristliche Jahrtausend nachweisen. Der historische Stadtkern befindet sich auf Hügeln oberhalb des Ionischen Meeres und bietet noch einige interessante historische Bauwerke, vor allem Kirchen. Im zwanzigsten Jahrhundert hat die Bautätigkeit an der Küste deutlich zugenommen, nachdem die Siedlung auf den Hügeln wiederholt von Erdrutschen betroffen war.

Neben dem Tourismus spielt die Landwirtschaft mit dem Anbau von Mais, Hafer, Pflaumen und Kiwis in der Gegend eine große Rolle. Im Ort wird der Amaro Lucano-Kräuterlikör produziert, der so delikat ist, dass er sogar in verschiedene Länder exportiert wird.

Baden, Wassersport und Strände in Pisticci

Sommerurlauber finden in Pisticci beste Möglichkeiten zum Baden, Sonnen und Erholen am Ionischen Meer. Die Strände von Pisticci bestehen überwiegend aus feinem Sand. Es gibt bewirtschaftete Abschnitte mit Verleih von Liegen und Sonnenschirmen sowie kleinen Bars und Restaurants, aber auch freie Strände von guter Qualität. Hinter dem Marina di Pisticci – Strand erstreckt sich ein malerischer Pinienwald.

Badegäste loben den sauberen Strand, der mehrfach mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurde, und das großzügige Platzangebot. Die Strände von Pisticci sind generell noch nicht so überlaufen wie in den bekanntesten Touristenorten an der Adria. Auch das Wasser ist größtenteils klar und sauber. Ab und an werden Quallen beobachtet, die nach Schilderungen von Badegästen aber kein nennenswertes Problem darstellen.

Von den Wassersportarten sind unter anderem Surfen und Segeln sehr beliebt. Man kann sich auch Kanus oder Tretboote ausleihen. Da es an diesem Küstenabschnitt viele Fische und Meeresbewohner gibt, lohnt sich auch ein Schnorchel- oder Tauchgang etwas abseits der Badenden. Volleyball und Spiele für Kinder werden stellenweise ebenfalls angeboten.

Die Strände in Pisticci sind sehr zu empfehlen, wenn man viel Platz am Strand sucht, um sich in Ruhe zu erholen. Vor allem die bewirtschafteten Strände sind mit allen Basics gut ausgestattet, die man beim Badeurlaub erwartet. Allerdings können sich Ausstattung und Service noch nicht ganz mit den Top-Badeorten Italiens messen, an denen es allerdings viel beengter zugeht und auch mehr Trubel herrscht.

Freizeitangebote

Wandergebiete

Rund um den Ort erstreckt sich eine schöne Wanderregion, in welcher verkehrsarme Wege durch landwirtschaftlich genutzte Flächen führen.

Traditionen

Zahlreiche Feste prägen das kulturelle Leben im Ort. Zu diesen besonderen Anlässen tragen die Einwohner die traditionelle Ortstracht. Während der Feste werden viele Lieder im griechisch beeinflussten alten Ortsdialekt gesungen, welcher als gesprochene Sprache kaum noch Verwendung findet.

Sehenswürdigkeiten in Pisticci

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Pisticci zählen einige schöne Kirchen. Die Hauptpfarrkirche trägt den Namen Chiesa Madre (Mutterkirche) und ist den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet. Für die Religionsausübung von großer Bedeutung ist ebenso die einen Kilometer außerhalb der Innenstadt gelegene Wallfahrtskirche Santa Maria del Casale. Die dort verehrte Marienstatue stammt aus dem zwölften Jahrhundert, die heutige Kirche war ursprünglich Teil einer Abteil. Die Chiesa Madre wurde aus weißem Marmor erbaut und ist im Innenraum reichhaltig mit barocken Kunstwerken ausgeschmückt. Eine weitere sehenswerte Barockkirche ist der unbefleckten Empfängnis Mariens gewidmet. Die Kirche San Rocco wurde in den 1930er Jahren errichtet, sie besitzt eine für die damalige Bauzeit ungewöhnlich große Anzahl goldener Ausrüstungsgegenstände.

Die schönsten Plätze des Ortes befinden sich im Ortsteil Manconia. Sie sind von Kirchen und mittelalterlichen Bauwerken ebenso wie von gemütlichen Cafés umgeben und dienen als beliebte Treffpunkte.

In der Innenstadt sind verschiedene mittelalterliche Paläste erhalten, welche von wohlhabenden Bürgern erbaut wurden. Von einer früheren normannischen Burg in Pisticci steht noch der Wehrturm. Ein weiterer sehenswerter Turm ist der 1930 erbaute Wasserturm.

Anreise

Die Gemeinde ist über die Eisenbahn mit Potenza und Taranto verbunden.

Ausflugsziele rund um den Ort

Beliebte Ausflugsziele bei einem Urlaub in Pisticci sind die Städte Matera und Potenza. In Matera stehen die weltbekannten prähistorischen Höhlensiedlungen, die Sassi von Matera, einschließlich der zu ihnen gehörenden fünf großen Felsenkirchen im Mittelpunkt. Die Wohnhöhlen (italienisch Sassi) wurden noch während der 1950er Jahre zu Wohnzwecken genutzt. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Potenza sind die aus dem elften Jahrhundert stammende Kirche San Michele sowie das archäologische Museum, welches eine große Sammlung altgriechischer Keramik zeigt. Für die Ausflüge sollte man 45 Minuten bzw. 70 Minuten Fahrzeit einplanen.

Nur eine halbe Stunde dauert ein Abstecher nach Policoro oder Scanzano Jonico. Beides sind bekannte Urlaubsorte.

 

Fotos:

P.- Stadtansicht, Rocco Scattino Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons