St. Ulrich in Gröden

Urlaub in St. Ulrich in Gröden

Wenn ein mittelgroßes Dorf mit immerhin fast 5.000 Einwohnern auf gut 1.200 m über NN in einem Tal liegt, dann ist die Ausrichtung auf den Wintersport fast unvermeidlich. St. Ulrich in Gröden (Ortisei) liegt im südlichen, italienischen Tirol am rechten Grödnerbachufer. Der verkehrstechnisch gut angebundene Urlaubsort ist vom Raschötzer Höhenrücken und von der Seiser Alm umgeben. Dass die Lage in den Dolomiten die Aussicht auf einen der schönsten Gebirgszüge freigibt, ist international anerkannt.

Traditionell ist St. Ulrich in Gröden über die Grenzen hinaus wegen der Holzschnitzerei (sakrale Bildhauerei, Altarbau, Holzspielzeugindustrie) bekannt. Zudem wurde der bekannte Bergsteiger, Autor und Schauspieler Luis Trenker (1892-1990; s.a. Buchtitel „Gröden im Herzen der Dolomiten“) hier geboren.

Die Rolle als internationales Zentrum für Holzschnitzereien verlor St. Ulrich in Gröden nicht zuletzt auch durch das Zweite Vatikanische Konzil. Der schon Mitte des 19. Jahrhunderts begonnene Aufbau des alpinen Tourismus wurde nun forciert. Zugute kamen der Entwicklung auch die (winter-)sportlichen Attraktionen.

Freizeitangebote in St. Ulrich in Gröden

Ein Großteil der örtlichen Wirtschaft ist traditionell dem Wintersport und dem Tourismus verschrieben. Schon um 1900 gab es Rodelclubs, Skisport und Curling. 1927 folgte Eishockey, 1935 die erste Seilbahn auf die Seiser Alm sowie die erste Skischule. 1950 entstand die Skipiste „Standard“, seit 1952 hilft der Sessellift auf die Raschötz, seit 1961 eine Doppelseilbahn auf die Secedaalm. Zahlreiche sportliche Veranstaltungen in der Geschichte von St. Ulrich in Gröden, etwa die Eishockey-Weltmeisterschaft 1981, haben die Ausstattung des Ortes mit unzähligen alpinen Sporteinrichtungen und -schulen gefördert. Darüber hinaus sind die Hotels auf Wellness ausgelegt.

Aber nicht nur Wintersport wird im Grödnertal betrieben. Bereits seit 1952 finden hier zum Beispiel jährlich internationale Tennisturniere statt.

Sehenswertes in St. Ulrich in Gröden

Typisch für italienische Orte ist das sehenswerte Angebot an Kirchen bzw. sakralen Einrichtungen und Museen. So ist auf dem Friedhof der St. Anna Kirche nicht nur eine Sammlung von Skulpturen namhafter Künstler des Dorfes zu finden. Dort liegen auch Luis Trenker und Ludwig Norman-Neruda (Bergsteiger) begraben. Die wohl älteste Kirche des Grödnertales ist die St. Jakobskirche. Natürlich gehören auch die Pfarrkirche des Hl. Ulrich, die Antoniuskirche, die Villa Venezia, die Burgruine Stetteneck und das Museum Gröden unbedingt zum Besichtigungsprogramm.

Ausflugsziele rund um den Ort

Die 2004 erbaute Gardena Ronda Express, eine unterirdische Standseilbahn, erschließt den Wintersportlern den schnellen Zugang zu den Sellaronda-Skigebieten. Auch die Fußgänger wurden durch jüngere Baumaßnahmen bedacht. Dazu gehören eine neue Fußgängerbrücke über den Grödner Bach und die ausgebauten Spazierwege, die auf den Hügel Col de Flam (Kapelle mit Christusfigur des Künstlers Luis Insam) sowie ins Annatal führen.

Für einen Abstecher in die Nachbarschaft bietet sich zum Beispiel Santa Christina in Gröden an. Längere Ausflüge könnten nach Bozen oder Canazei führen.

Foto:

St. Ulrich in Gröden, L3OEigenes Werk, Public Domain, Wikimedia Commons