Bellagio

Urlaub in Bellagio

Die kleine Gemeinde befindet sich im äußersten Norden von Italien. Der Weg zu diesem Paradies ist also für deutsche Besucher relativ kurz, aber auch sehr spektakulär. Das liegt insbesondere an den Alpen, die majestätisch über dem Ort thronen. Darüber hinaus liegt der knapp 150 km² große Comer See quasi vor der Haustür, was der Gemeinde zusätzliche Attraktivität verleiht. Insgesamt wirken das Dorf, die Alpen und der Comer See zusammen wie ein kunstvolles Gemälde, dass auch schon als „Landschaft ohne Gleichen“ oder als „Perle der Alpen“ beschrieben wurde.

Für die Anreise stehen alle Verkehrsmittel zur Verfügung. Allerdings ist hier besonders die Fahrt mit dem Autozug zu empfehlen, um auch die umliegenden Orte und Highlights außerhalb von Bellagio bestaunen zu können.

Freizeitangebote in Bellagio

Nachdem der erste überwältigende Eindruck von Bellagio verarbeitet wurde, geht es an die Entdeckung der Freizeitangebote, die hier natürlich vorwiegend auf dem Wasser zu finden sind. Wasserski, Rudern oder auch Segeln sind vor der traumhaften Kulisse ein besonders reizvolles Vergnügen. Boote können direkt vor Ort angemietet werden.

An Land stehen beispielsweise Ausflüge hoch zu Ross oder auf dem Fahrrad sowie Golf- und Tennisplätze ganz oben in der Gunst der Besucher. Allerdings sollte für derartige Unternehmungen mehr Zeit als üblich eingeplant werden, weil die Umgebung immer wieder zum Verweilen und Bewundern verführt.

Sehenswertes in Bellagio

Bellagio
Das Dorf, die Alpen und der Comer See wirken zusammen wie ein kunstvolles Gemälde.

Hier erwarten den Urlauber vor allem einige historische, aber noch sehr gut erhaltene Villen. Lohnenswerte Ziele sind beispielsweise die Villa Serbelloni, in der im Laufe der Jahrhunderte unzählige Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik gastierten. Einen eher kleinen, aber feinen Park kann die Villa Trivulzio vorweisen, die durch die angrenzende Kirche Santa Maria di Loppia leicht zu finden ist. Wesentlich ausladender ist dagegen der imposante Park der Villa Giulia, die auf den belgischen König Leopold I. zurückgeht. Steinskulpturen, Wasserspiele, seltene Gewächse – hier ist tatsächlich ein Stück des Paradieses Realität geworden.

Natürlich kommen auch die Freunde der sakralen Architektur in Bellagio zu ihrem Recht. Die vier Kirchen (Santa Maria, San Giovanni, Santa Maria di Loppia, San Giorgio) sowie die Pfarrkirche Basilica San Giacomo sind allesamt im Rahmen eines Tagesausflugs erreichbar.

Falls einmal einer der äußerst seltenen Regentage ins Haus steht, lohnt ein Besuch im Bellagio-Museum, in dem nautische Seefahrer-Instrumente aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt sind. Geöffnet ist das Museum von Mai bis Oktober, täglich jeweils drei Stunden.

Ausflugsziele rund um Bellagio

Bellagio - Strasse
Die Gemeinde fasziniert auch mit den charmanten Gässchen.

Wenngleich Natur und Landschaft rund um die Gemeinde Ballagio schon mehr Attraktionen zu bieten haben, als in einen Urlaub passen, so lohnt dennoch auch ein Blick über den Ortsrand von Bellagio hinaus. Mehr Geschichte und Baukunst findet sich in den Nachbarorten Aureggio und Pescallo. Absolut prägend und unvergesslich ist aber auch eine Wanderung auf den Monte San Primo, einem knapp 1.700 m hohen Berg der Comer Voralpen. Der majestätische Panorama-Blick ist dabei völlig kostenlos.

Des Weiteren bieten sich Menaggio und Varenna an der jeweils westlichen und östlichen Seeseite als interessante Ausflugsziele an. Eine Fußgänger-und Autofähre verkehrt regelmäßig zwischen den drei Städten, die das sogenannte „Goldene Dreieck“ bilden. Ebenfalls sehenswert ist Cadenabbia, Ortsteil der Gemeinde Griante am Westufer des Lago di Como. Für Tagesausflüge empfehlen sich Fahrten nach Como und seinem Nachbarort Brunate, oder nach Lecco am südöstlichen Seearm. Nach Lecco gibt es inzwischen eine Passagierschiffverbindung. Bergamo und die Modemetropole Mailand sind in rund 1,5 Stunden mit dem PKW zu erreichen.

 

Fotos:

Bellagio-Seeufer, dgeldart auf Pixabay
Panorama des Dorfes, travelspot auf Pixabay
Straße in der Gemeinde, Ray in Manilahttps://www.flickr.com/photos/21186555@N07/27558435375/, CC BY 2.0, Wikimedia Commons